Grundstufe

Wurzeln geben – stark fürs Leben

Unter dem Leitbild unserer Schule wollen wir unseren Schülerinnen und Schülern eine Lernumgebung bieten, in der sie sich wohlfühlen. Lernen kann dann am besten gelingen, wenn die Kinder Freude am Arbeiten erleben und motiviert sind, sich auf die Herausforderungen des Schulalltags einzulassen. Einen besonderen Stellenwert nimmt in der Arbeit der Grundstufe die individuelle Lern- und Entwicklungsbegleitung ein. Dies bedeutet, die Förderplanung des einzelnen Kindes von dessen Stärken aus zu sehen. Des Weiteren sind wir in stetem Elternkontakt um die Förderplanung gemeinsam zu besprechen.

Das Leitbild der Schule am Steinhaus setzen wir in der Grundstufe durch folgende Prinzipien um:

Jahrgangsübergreifendes Arbeiten

Die Klassen der Grundstufe sind jeweils altersgemischt und jahrgangsübergreifend.

Das heißt

• Gemeinsame Themen auf klassenspezifischen und individuellen Lernniveaus
•  Arbeiten in kleinen Lerngruppen (je ca. 10 Kinder)
•  Gegenseitiges Helfen und Verständnis ist selbstverständlich

Lerninhalte

Die Grundstufe hat die Vermittlung von Basisfähigkeiten und Basisfertigkeiten zum Ziel.

Vermittlung von Basisfähigkeiten

•  Grundlagen des Schriftspracherwerbs durch:

•  Lesen durch Schreiben
•  Buchprojekte und Büchereibesuche
•  Vermittlung der Druck- und Schreibschrift

•  Mathematische Grundkenntnisse:

•  Grundrechenarten
•  Sachrechnen
•  Geometrie
•  Rechnen mit Größen (Geld, Längen, Gewichte, Uhrzeit)

Im Fächerverbund Mensch, Natur und Kultur setzt die Grundstufe der Schule am Steinhaus die so genannte Handlungsfelder entsprechend des Bildungsplanes um:

•  Ich entdecke die eigene und andere Kulturen
•  Ich erfahre mich als Person
•  Ich werde immer selbstständiger
•  Ich erforsche die Natur
•  Ich mache Erfahrungen mit Arbeit

Die Handlungsfelder (z.B. „Ich erforsche die Natur“ oder „Ich erfahre mich als Person“) können in allen Fächern thematisch umgesetzt werden. Dabei wird mit anschaulichen Materialien (z.B. Montessori) gearbeitet. Außerdem ist uns die Berücksichtigung der Feste im Jahreslauf wichtig.

Regelmäßige Präsentationen der geleisteten Arbeit gehören zum Unterrichtsalltag und gewährleitesten Anerkennung und Wertschätzung.

 

Vermittlung von Basisfertigkeiten

•  Wahrnehmungsförderung
•  Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschulung
•  Förderung der Fein- und Grobmotorik

 Entwicklung und Förderung der sozialen Kompetenzen der Kinder und der gesamten Schülerpersönlichkeit ein.

Wir fördern die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler durch:

•  Die Einführung von Klassenregeln und Klassendiensten
•  Den Morgenkreis (Gesprächskultur: Die Schüler lernen sich adäquat auszudrücken, Meinungen und Gefühle zu artikulieren und einander zuzuhören).
•  Eine demokratische Erziehung: Schüler werden an der Auswahl von Unterrichtsthemen beteiligt, sowie an der Gestaltung des schulischen Alltags
•  Den Einsatz von verschiedenen Sozialformen. Regelmäßig werden in den Klassen Partner- bzw. Gruppenarbeiten als Lernform gewählt. Des Weiteren werden einzelne Kinder zu Experten für ein Thema benannt, die für andere die Rolle des Unterstützers übernehmen.
•  Zur Stärkung des Klassenklimas werden Ausflüge und Lerngänge veranstaltet. Als Beispiele seien hier der Besuch von kulturellen Angeboten und sportliche Aktivitäten genannt.
• Unter dem Leitsatz „Wir gehen respektvoll miteinander um“ steht das Thematisieren und gewaltfreie Lösen von Konflikten im Vordergrund. Dies schließt mit ein, dass die Schüler lernen, Meinungsverschiedenheiten auszuhalten und nach gemeinsamen Lösungen zu suchen.

Stärkung der Schülerpersönlichkeit

•  durch Präsentationen vor der Klasse und in der Stufe (z.B. Gedichte, Lieder)
•  durch Präsentationen von Arbeitsergebnissen (z.B. Projektarbeit, Buchpräsentation)
•  durch Einbezug der Schulsozialarbeiterin und/oder außerschulischer Experten
•  Theaterpädagogische Projekte
• Gartenbau- und Werkprojekte

Arbeitsweisen

Um den heterogenen Klassenstrukturen gerecht zu werden, gibt es in den Klassen vielfältige Maßnahmen zur Differenzierung. So können einerseits die unterschiedlichen Lernstile als auch die unterschiedlichen Lernniveaus und Lernerfahrungen berücksichtigt werden. Darüber hinaus legen wir Wert auf eine Balance zwischen gelenkten Lernformen (Klassenunterricht) und offenen Lernformen.

Gelenkte Lernformen

•  Rhythmisierter Tagesablauf und ritualisierte Inhalte (z. B. Morgenkreis, gemeinsames Vesper, Abschlussrunde)
•  Fächerübergreifendes Arbeiten (z. B. Tiere im Winter)
•  Themenzentriertes Arbeiten (z.B. Fahrradprüfung)

Offene Lernformen

•  Lernen mit allen Sinnen: es wird stets darauf geachtet, den Kindern unterschiedliche Zugänge zu einem Thema zu ermöglichen, auch durch differenzierte Arbeitsmaterialien. Zudem stehen den Schülern verschiedene Hilfsmittel für ein Lernfeld zur Verfügung (z.B. in Mathematik: goldenes Perlenmaterial, Zahlenfelder, Rechenschieber…).
•  Stationenarbeit
•  Selbstorganisiertes Lernen (Freiarbeit)
•  Pädagogische Arbeit nach Maria Montessori
•  Klassenübergreifendes Arbeiten

 Arbeiten im Team

Die Kolleginnen der Grundstufe legen großen Wert auf kollegialen Austausch, die gemeinsame Planung von klassenübergreifenden Aktionen und die gegenseitige Beratung.